Reflexintegrationstechnik

Mit Spaß und Erfolg ins neue Schuljahr

Immer häufiger werden bei Kindern Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensprobleme diagnostiziert. Allzu geläufig sind uns dabei Störungen wie ADHS, die, nachdem sie erkannt und diagnostiziert wurden, mit Medikamenten „in den Griff“ bekommen werden. Doch ist dies wirklich die ideale Form der Behandlung oder gibt es vielleicht auch andere Therapiemöglichkeiten, die ohne den Einsatz von Tabletten & Co. auskommen? Doreen Schaefer, Inhaberin der Schaefer Bildung GmbH und RIT (Reflexintegrationstechnik)-Expertin, hat uns von der aus England stammenden und vom Sieber & Paasch Institut weiterentwickelten Methode erzählt, die ohne den Einsatz von Medikamenten das Zappeln, die schlechte Konzentrationsfähigkeit und die Neigung zu Wutausbrüchen „bei der Wurzel packt“ und behandelt.

Liebe Frau Schaefer, wir freuen uns sehr, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Sie bieten Ihren Klienten die sogenannte RIT-Therapie an. Was genau kann man sich unter dieser Therapieform vorstellen?

Das Reflexintegrationstraining ist ein hocheffektives Bewegungstraining und eine echte Alternative bei Kindern mit ADHS, Lese-Rechtschreibschwäche oder motorischen Auffälligkeiten. Bei diesen Kindern sind eventuell frühkindliche Reflexe noch aktiv, welche sich bei der Weiterentwicklung des Kindes störend bemerkbar machen und vor allem mit Schulbeginn auffallen.

Im Prinzip sind diese Reflexe sinnvoll, aber nur in dem ersten Lebensjahr, danach muss Ihr Kind unbewusst permanent dagegen arbeiten. Und das stresst enorm.

Durch die Integration von Reflexen verschwinden diese Problematiken, und ADHSler können z. B. sukzessive ihr Ritalin ausschleichen. Das ist sinnvoll, denn Ritalin enthält Methylphenidat, dieselbe Basis wie z. B. die Droge Speed, und schädigt auf Dauer die neuronalen Rezeptoren.

Beim Vorherrschen welcher Symptome sollten Eltern wachsam werden?

Prinzipiell sollten Sie auf Ihr Bauchgefühl hören. Nicht jedes lebhafte oder verträumte Kind gehört behandelt. Wenn Ihr Kind aber massive Konzentrationsschwierigkeiten hat, ungern schreibt und liest, überhaupt nicht stillsitzen kann, Koordinationsprobleme hat und eventuell die Ergotherapie oder Logopädie stockt, dann macht es Sinn, einmal diese Reflexe anzuschauen.

Woran erkennt man, ob frühkindliche Reflexe beim eigenen Kind noch vorhanden sind oder ob es sich um ein anderweitiges Problem handelt?

Es gibt ein paar „Klassiker“, die oft untrüglich darauf hinweisen wie z. B. das Verdrehen des Blattes um 90 Grad beim Schreiben, verkrampfte Stifthaltung, Beine um die Stühle wickeln, Zehenspitzengang, starke Licht/Geräusch-Empfindlichkeit. Auch Probleme in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder das Auslassen einzelner Entwicklungsschritte im Babyalter können Hinweise sein. Auf Wunsch übermitteln wir interessierten Eltern einen Fragebogen, um zu schauen, ob ihr Kind vom RIT-Training profitieren könnte.

Wie kann man sich die Behandlung ganz praktisch vorstellen?

Sie kommen einmal im Monat zu uns in die Praxis. Nach der Testung erhalten Sie ein individuelles Bewegungsprogramm, welches Sie nun 5 Mal die Woche 5 – 10 Minuten mit Ihrem Kind zu Hause durchführen. Nach 4 – 6 Wochen sind oft erste Erfolge spürbar. Je nach Reflexbelastung müssen Sie mit ca. 6 – 9 Monaten Dauer rechnen.

Was können Eltern präventiv tun, um Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensprobleme zu vermeiden? Welche Tipps haben Sie für unsere Leser?

Das erste Lebensjahr ist sehr wichtig! Es klingt zwar etwas altmodisch, aber geben Sie Ihrem Baby Freiraum. Permanentes Maxi-Cosi-Sitzen und das Verwenden von Gehhilfen sowie ständige Bespaßung mit Mobilés über dem Bett können dazu führen, dass sich die Reflexe nicht vollständig integrieren. Ein Beispiel: Beim Aufwachen im Bettchen entwickelt Ihr Baby durch Gucken und Spielen mit seinen Händchen sein Sehvermögen und lernt, „wo fängt mein Körper an und wo hört er auf.“ So trainiert es ganz effektiv seine Motorik und Raumwahrnehmung – wenn man es denn lässt. Aber natürlich dürfen „praktische“ und bunte Spielhilfen auch ab und zu sein. Das Maß macht eben den Unterschied.

Wir bedanken uns für Ihre Zeit und das aufschlussreiche Gespräch.

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